Computer gesteuerte Softwaresysteme
Blickt man zurück auf die menschliche Geschichte und
vergleicht sie mit der Gegenwart bzw. mit der jüngeren Geschichte, dann fällt auf, dass die epochalen Intervalle
immer knapper ausfallen. Während sich frühere Epochen über Jahrhunderte, wenn nicht gar über Jahrtausende,
hinwegzogen, fallen heutige Epochen immer knapper bemessen aus. So war das industrielle Zeitalter verglichen zu
vorangegangenen Epochen lächerlich kurz. Und das darauf folgende Informationszeitalter, dass wir alle noch
miterlebt haben, ist nun quasi schon wieder vorbei und wurde streng genommen vom Zeitalter der Kommunikation
eingeholt. Natürlich ist all das eng mit dem technologischen Fortschritt verknüpft. So waren es insbesondere die
technologischen Errungenschaften jener soeben genannten Epochen, nach denen diese gewertet und benannt wurden und
werden. Und in dem Maß, wie sich der technische Fortschritt verselbstständigt hat, so sehr marschierte auch unser
epochales Verständnis voran. Ob die Menschen sich deswegen des Eindrucks nicht erwehren können, dass die Zeit immer
schneller vergeht?
Der Korpus für das Zeitalter der Kommunikation, indem wir
gegenwärtig leben, sind zweifelsohne (wer hätte das gedacht) die modernen und digitalen Kommunikationsmittel. Allem
voran wären da Mobiltelefon und Internet zu nennen, wobei insbesondere das Internet eine nach und nach wichtigere
Position einnimmt. Grundlage dafür war natürlich die Entwicklung der Computer und Prozessoren. Die fortlaufende
Weiterentwicklung der entsprechenden Hardware und Software hat sich insbesondere binnen der letzten Jahre
dramatisch gesteigert. Ein Ende der Fahnenstange scheint noch lange nicht in Sicht zu sein. Das Internet ist
gewissermaßen zum Betriebssystem unseres heutigen Zeitgeists bzw. unserer modernen Kommunikation geworden. Es dient
den Leuten mittlerweile für alles Mögliche. Sei es Kommunikation, Information, Einkauf .... Das Internet ist
zweifelsohne das vielfältigste Medium, das der menschliche Geist je ersonnen hat. Dabei ist das Internet so
praktisch, dass man sich kaum vorstellen kann, welche technologischen Errungenschaften es in seiner Bedeutung
ablösen könnten. Gut möglich, dass mit dem Internet ein Medium für die Ewigkeit, ebenso wie einst das Buch,
entstanden ist. Denn Bücher gibt es schließlich auch bis heute noch. Daran werden auch die modernen eBooks kaum
etwas ändern können. Denn wie auch das Internet haben Bücher einige grundlegende praktische Vorteile. Sie sind
niemals aus irgendeinem Grund defekt, brauchen keinen Strom, gehen kaum kaputt, wenn sie einem mal aus der Hand
fallen und stellen unter normalen Bedingungen die augenfreundlichste Variante des Lesens dar. Und Ebenso verhält es
sich mit dem Internet. Egal welche Computer gesteuerten Softwaresysteme man sich in der Zukunft noch ersinnen mag:
Das Internet werden sie nicht so ohne Weiteres ersetzen oder verdrängen. Selbst wenn irgendwann einmal das
Eintauchen in eine virtuelle Welt mittels einer Brille möglich sein wird, so wäre dies immer noch weit
unpraktischer als das heutige Internet, oder? Insofern mag es durchaus sein, dass das Internet (gleich dem Buch)
ein Medium für die Ewigkeit ist.
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